Rückblick: Eine inspirierende Generalversammlung 2026 im Palais noir

Gestern ver­sam­melten sich zahlre­iche Fach­per­so­n­en aus der gesamten Region im Jugend­haus Palais noir in Reinach zur diesjähri­gen Gen­er­alver­samm­lung der OKJA Basel­land & Region. Es war ein Vor­mit­tag, der weit über die for­malen Vere­ins­geschäfte hin­aus­re­ichte und den wertvollen Aus­tausch zwis­chen den ver­schiede­nen Fach­bere­ichen der Kinder- und Jugen­dar­beit in den Mit­telpunkt stellte.

Von Wahlen bis zur ersten Vernetzungsrunde

Den Auf­takt bildete die for­male GV, bei der wir ein wichtiges “neues Gesicht” in unseren Rei­hen begrüssen durften: Silas Ries wurde offiziell in den Vor­stand gewählt. Direkt im Anschluss an diesen offiziellen Teil nutzten die Teil­nehmenden eine erste Aus­tauschrunde bei ein­er Verpfle­gung, um sich fach­bere­ich­süber­greifend ken­nen­zuler­nen und erste Gespräche zu vertiefen.

Fair­play und Bewe­gung: Der Street Soc­cer Cup

Ein weit­er­er Pro­gramm­punkt war der Input von Kil­ian Koch (Pro­jek­tleit­er beim Dachver­band DOJ) zum Street Soc­cer Cup. Er zeigte auf, wie dieses Pro­jekt weit mehr als nur ein Fuss­ball­turnier ist – es geht um die Förderung von Fair­play, Respekt und sozialer Inte­gra­tion. Beson­ders wertvoll war die Erläuterung, wie die einzel­nen Fach­stellen konkret mitwirken kön­nen, sei es durch die Organ­i­sa­tion lokaler Turniere oder die Teil­nahme mit eige­nen Jugend­grup­pen an den Cups.

Fach­wis­sen Gam­ing: Zwis­chen Fasz­i­na­tion und Verantwortung

Den fach­lichen Abschluss machte Fabio Kunz (KJF) mit seinem Refer­at „Gamen – Zeitver­schwen­dung!?“. Er gab tiefe Ein­blicke in die Gam­ing-Kul­tur und sen­si­bil­isierte für kri­tis­che Aspek­te wie „Addict­ed by design“-Mechanismen. Ein wichtiges The­ma war zudem das seit dem 1. Jan­u­ar 2025 gel­tende neue Jugend­schutzge­setz, das klare Anforderun­gen an die Alterskennze­ich­nung und ‑kon­trolle in der OKJA stellt. Gle­ichzeit­ig erhiel­ten wir prak­tis­che Tipps für Spiele wie Mario Kart oder Minecraft, die sich beson­ders gut für den päd­a­gogis­chen All­t­ag eignen.

Ein starkes Net­zw­erk für das Baselbiet

Der Vor­mit­tag klang mit einem gemütlichen Apero aus, der nochmals Raum für Fra­gen und inten­sives Net­work­ing bot. Es hat sich erneut gezeigt, wie wichtig diese Plat­tfor­men sind, um die offene Kinder- und Jugen­dar­beit in unser­er Region gemein­sam weiterzuentwickeln.

Ein her­zlich­es Dankeschön an die Ref­er­enten Kil­ian Koch und Fabio Kunz für ihre Impulse sowie an das Team des Palais noir für die Gastfreundschaft!

Grenzüberschreitende Inspiration: Rückblick auf den Trinationalen Fachaustausch 2026! 🇨🇭🇩🇪🇫🇷


Am 20. Jan­u­ar ver­wan­delte sich das Freizei­thaus Allschwil in einen lebendi­gen Knoten­punkt für die Offene Kinder- und Jugen­dar­beit (OKJA). Unter dem Leit­the­ma „Par­tizipa­tion im öffentlichen Raum“ kamen rund 80 Fach­per­so­n­en zusam­men, um neue Wege der Teil­habe zu ebnen.

Die High­lights des Tages:
💡 Inspiri­erende Impulse: Der Vor­mit­tag bot geballtes Fach­wis­sen aus drei Per­spek­tiv­en:
- Schweiz (@DOJ): Ein­blicke in „Par­tici­place“ zur sys­tem­a­tis­chen Inte­gra­tion Jugendlich­er in die Raum­pla­nung.
- Deutsch­land (@Landkreis Lör­rach): Best Prac­tices wie „Poli­tik & Piz­za“ und dig­i­tale Beteili­gung via Jugen­dapp.
- Frankre­ich (Cen­tre Socio Cul­turel in Saint-Louis): Par­tizipa­tive Jugend­förderung und gen­er­a­tio­nenüber­greifende Quartier­sar­beit.
- Glob­al (@UNICEF): Einord­nung im Rah­men der „Kinder­fre­undlichen Kom­munen“.
📸 Ver­net­zung auf Augen­höhe: Spielerische Ele­mente und unsere Foto­box halfen dabei, Bar­ri­eren abzubauen und den fach­lichen Dia­log auf lockere Art zu fördern.
☀️ Prax­is pur: Bei bestem Wet­ter erkun­de­ten wir via „Walk & Talk“ (begleit­et durch die Mobile Jugen­dar­beit Basel) den Robin­son­spielplatz, das Jugendzen­trum Bach­graben und das Freizei­thaus Allschwil.
🌍 Zukun­ft im Blick: Die Vorstel­lung des Tri­na­tionalen Jugend­fonds, der kün­ftige Begeg­nung­spro­jek­te im Ober­rheinge­bi­et finanziell unter­stützt, bildete den Abschluss.

Ein riesiges Dankeschön an das gesamte OK-Team und das Team des Freizei­thaus­es Allschwil für die Gast­fre­und­schaft und das köstliche Mit­tagessen! Das durch­wegs pos­i­tive Feed­back ist ein gross­er Ans­porn für unsere kün­ftige Zusammenarbeit.

Ein starkes Zeichen für die psychische Gesundheit junger Menschen!

Kurz­er Pod­cast zum ver­gan­genen Gemein­de­fo­rum. Der Pod­cast ist mit Unter­stützung von KI-Tools erstellt wor­den und hat kleine “Schön­heits­fehler” bei der Sprachausgabe.

Am 25. Sep­tem­ber 2025 ver­sam­melten sich im Freizei­thaus Allschwil zahlre­iche Entscheidungsträger*innen aus Poli­tik und Ver­wal­tung sowie Fach­per­so­n­en zum 10. Gemein­de­fo­rum Kind & Jugend. Dieses Jahr stand unter dem Mot­to „Kinder- und Jugend­förderung wirkt! Bedeu­tung und Nutzen der OKJA für Gemein­den“. Der Fokus lag auf der Wirk­samkeit der Offe­nen Kinder- und Jugen­dar­beit (OKJA) für die psy­chis­che Gesund­heit von Her­anwach­senden.

Begrüssung und kantonale Impulse

Den Auf­takt liefer­ten Gemein­der­at Andreas Bam­mat­ter aus Allschwil (Ressort Kul­tur und Freizeit) mit ein­lei­t­en­den Worten zur Begrüs­sung und Anna Bern­hard (Koor­di­na­tion Kinder- und Jugend­hil­fe / Kinder- und Jugend­förderung, AKJBA). Anna Bern­hard beleuchtete ins­beson­dere die Schnittstellen und Berührungspunk­te zwis­chen der kan­tonalen Strate­gie und der Basis­ar­beit in den Gemein­den und betonte die Notwendigkeit ein­er koor­dinierten Jugendpolitik.

Hoher Handlungsbedarf: Psychische Belastung bei Jugendlichen

Der fach­liche Höhep­unkt war das tiefge­hende Refer­at von Julia Gerodet­ti, wis­senschaftliche Mitar­bei­t­erin an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.

Gerodet­ti präsen­tierte aktuelle und teils alarmierende Zahlen zum hohen psy­chis­chen Lei­dens­druck junger Men­schen in der Schweiz. Sie verdeut­lichte, dass Stress, Leis­tungs­druck und Ein­samkeit weit ver­bre­it­et sind, wobei ins­beson­dere junge Frauen über­durch­schnit­tlich stark betrof­fen sind. Ein zen­trales Prob­lem: Aus Angst vor Stig­ma­tisierung nehmen viele Jugendliche trotz erhe­blich­er Belas­tung keine formelle psy­chol­o­gis­che oder psy­chi­a­trische Hil­fe in Anspruch.

Genau hier set­zt die Offene Kinder- und Jugen­dar­beit (OKJA) an. Gerodet­ti posi­tion­ierte sie als nieder­schwelliges, semi-formelles Hil­f­sange­bot, das eine entschei­dende Lücke in der Ver­sorgungs­land­schaft schliesst.

Die OKJA als entscheidender Schutzfaktor

Julia Gerodet­ti führte detail­liert aus, wie die OKJA gezielt Schutz­fak­toren stärkt und Risiko­fak­toren mindert:

  • Freiräume zur Erhol­ung: Die OKJA bietet leis­tungs­druck­freie Zonen – uner­lässlich für Entspan­nung und Stress­ab­bau in einem fordern­den Schul- und Ausbildungsumfeld.
  • Per­sön­liche Entwick­lung: Sie fördert aktiv Selb­st­wert und Selb­st­wirk­samkeit, indem sie die indi­vidu­ellen Stärken und Ressourcen der Jugendlichen in den Fokus rückt.
  • Par­tizipa­tion und Wertschätzung: Durch die Möglichkeit zur Mitbes­tim­mung und Über­nahme von Ver­ant­wor­tung erleben junge Men­schen ihre eigene Wirk­samkeit.
  • Tragfähige Beziehun­gen: Pro­fes­sionelle Jugendarbeiter*innen wer­den zu ver­trauensvollen Ansprech­per­so­n­enausser­halb der Sys­teme von Fam­i­lie und Schule.

Ihr klares Faz­it: Die OKJA ist eine lohnende und notwendi­ge Investi­tion für jede Gemeinde, voraus­ge­set­zt sie wird mit guten Rah­menbe­din­gun­gen und hoher Pro­fes­sion­al­ität ausgestattet.

Einblicke in die soziokulturelle Praxis

Wie diese Konzepte erfol­gre­ich umge­set­zt wer­den, zeigte Daniel Schäfer (Co-Abteilungsleit­er Jugend, Fam­i­lie, Freizeit, Sport Allschwil). Er gab span­nende Ein­blicke in die vielfältige soziokul­turelle Arbeit des Freizei­thaus­es Allschwil, wobei er den par­tizipa­tiv­en Prozess beim Erweiterungs­bau als wesentlichen Schw­er­punkt her­vorhob. Der anschliessende Rundgang durch die Räum­lichkeit­en demon­stri­erte ein­drück­lich die Bre­ite der Insti­tu­tion (Offene Arbeit, Bistro, Ver­anstal­tun­gen, Kurse), die aktiv zur sinns­tif­ten­den Freizeit­gestal­tung beiträgt.

Vernetzung und Austausch am Marktplatz

Der Apéro im Bistro bot eine rege genutzte Gele­gen­heit zur Ver­net­zung. Am inter­ak­tiv­en Mark­t­platz kon­nten sich die Gäste bei Exper­tin­nen weit­er informieren:

  • Julia Gerodet­ti (FHNW): Leit­faden zur Entwick­lung kom­mu­naler Kinder- und Jugendpolitik
  • Fabi­enne Gug­gis­berg (Gesund­heits­förderung Basel­land): Ange­bote für Gemeinden
  • Patri­cia Gspon­er (UNICEF): Ini­tia­tive “Kinder­fre­undliche Gemeinde”

Das 10. Gemein­de­fo­rum hat ein­drück­lich gezeigt: Eine starke kom­mu­nale Kinder- und Jugend­förderung ist keine “Nice-to-have”, son­dern eine essen­zielle Grund­lage für das gesunde Aufwach­sen unser­er Kinder und Jugendlichen und damit eine Investi­tion in die Zukun­ft der gesamten Gesellschaft.

CORONA-KRISE: OKJA WICHTIGER DENN JE!

Kinder und Jugendliche sind in ihrer kör­per­lichen Gesund­heit durch Coro­na kaum bedro­ht, aber die anhal­tenden und sich nun wieder ver­schär­fend­en Mass­nah­men beein­trächti­gen ihr psy­chis­ches und soziales Wohlbefind­en deut­lich. «Junge Men­schen fühlen sich häu­figer unglück­lich», stellen Stu­di­en des Bun­des fest. Die Ange­bote der Offe­nen Kinder- und Jugen­dar­beit leis­ten einen wesentlichen Beitrag dazu dies abzufed­ern – auch zum Nutzen des sozialen Zusam­men­halts der gesamten Schweiz­er Bevölkerung. Sie fördert weit­er die Sol­i­dar­ität der jun­gen Men­schen, die viel zur Bewäl­ti­gung der Pan­demie beiträgt. Deshalb ist es wichtig, dass diese Ange­bote der non-for­malen Bil­dung nicht nur offen bleiben, son­dern von den Gemein­den gar gestärkt werden.

Anlässlich des heuti­gen nationalen Aktion­stags zu psy­chis­ch­er Gesund­heit und Coro­na hat der Dachver­band Offene Kinder- und Jugen­dar­beit Schweiz (DOJ/AFAJ) ein Posi­tion­ierungspa­pi­er ver­fasst. Es informiert über die OKJA und ihre Bedeu­tung für die Schweiz­er Gesellschaft in der Corona-Krise. 

Posi­tion­ierungspa­pi­er

Medi­en­mit­teilung DOJ, 10.12.2020

Gemeindeforum “Partizipation”

Um die Gemein­den in der Gestal­tung ihrer Kinder- und Jugend­förderung zu unter­stützen und den Erfahrungsaus­tausch zu unter­stützen, organ­isiert der Vere­in OKJA-BL gemein­sam mit dem Kan­ton BL  die Aus­tausch­plat­tform „Gemein­de­fo­rum Kind & Jugend“.

Das Pro­gramm für das erste Gemein­de­fo­rum Kind & Jugend BL & Region ste­ht und eine Anmel­dung ist ab sofort möglich.

Don­ner­stag, 25. Okto­ber 2018 / 17.00 – 19.00 Uhr mit anschliessen­dem Apéro Jugend­haus Binningen

Eine An- Abmel­dung ist bis am 20. Mai erwün­scht und erfol­gt online:

Zur Onlin­ean­mel­dung

Ein­ladung Gemein­de­fo­rum 25 Okt 2018