Die Arbeit in der Gesundheitsförderung ist von stetigem Wandel geprägt, wobei Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit und Suchtprävention nach wie vor im Zentrum der Bemühungen stehen. Die langjährige Vernetzung unter Fachpersonen ist traditionell stark, sichtbar im bevorstehenden 80. KIT-Forum Jugendnetz Baselland.
Die zunehmende Digitalisierung erfordert neue Ansätze: Infodrog hat Leitlinien für das Online-Streetwork erstellt und erkennt damit die grosse Bedeutung digitaler Sozialräume an. Im Bereich Suchtprävention bietet der Chatbot SuchtGPT rund um die Uhr anonyme und DSGVO-konforme Hilfestellungen. Auch die Plattform feel-ok.ch unterstützt die Arbeit mit Neuheiten wie Podcasts, Webinaren und dem KI-Chatbot FLOKI.
In dieser Zeit des Aufbruchs steht ein bedeutender Abschied an: Irène Renz, die Leiterin der Gesundheitsförderung Baselland, tritt nach fast 24 Jahren in den Ruhestand. Sie hat die thematische Vielfalt in der Gesundheitsförderung massgeblich geprägt. Wir danken Irène Renz herzlich für ihr langjähriges Engagement und wünschen ihr alles Gute!
Lies Sie in diesem Newsletter mehr über diese Entwicklungen und spannende Projekte.
Kurzer Podcast zum vergangenen Gemeindeforum. Der Podcast ist mit Unterstützung von KI-Tools erstellt worden und hat kleine “Schönheitsfehler” bei der Sprachausgabe.
Am 25. September 2025 versammelten sich im Freizeithaus Allschwil zahlreiche Entscheidungsträger*innen aus Politik und Verwaltung sowie Fachpersonen zum 10. Gemeindeforum Kind & Jugend. Dieses Jahr stand unter dem Motto „Kinder- und Jugendförderung wirkt! Bedeutung und Nutzen der OKJA für Gemeinden“. Der Fokus lag auf der Wirksamkeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) für die psychische Gesundheit von Heranwachsenden.
Begrüssung und kantonale Impulse
Den Auftakt lieferten Gemeinderat Andreas Bammatter aus Allschwil (Ressort Kultur und Freizeit) mit einleitenden Worten zur Begrüssung und Anna Bernhard (Koordination Kinder- und Jugendhilfe / Kinder- und Jugendförderung, AKJBA). Anna Bernhard beleuchtete insbesondere die Schnittstellen und Berührungspunkte zwischen der kantonalen Strategie und der Basisarbeit in den Gemeinden und betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Jugendpolitik.
Hoher Handlungsbedarf: Psychische Belastung bei Jugendlichen
Der fachliche Höhepunkt war das tiefgehende Referat von Julia Gerodetti, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.
Gerodetti präsentierte aktuelle und teils alarmierende Zahlen zum hohen psychischen Leidensdruck junger Menschen in der Schweiz. Sie verdeutlichte, dass Stress, Leistungsdruck und Einsamkeit weit verbreitet sind, wobei insbesondere junge Frauen überdurchschnittlich stark betroffen sind. Ein zentrales Problem: Aus Angst vor Stigmatisierung nehmen viele Jugendliche trotz erheblicher Belastung keine formelle psychologische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch.
Genau hier setzt die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) an. Gerodetti positionierte sie als niederschwelliges, semi-formelles Hilfsangebot, das eine entscheidende Lücke in der Versorgungslandschaft schliesst.
Die OKJA als entscheidender Schutzfaktor
Julia Gerodetti führte detailliert aus, wie die OKJA gezielt Schutzfaktoren stärkt und Risikofaktoren mindert:
Freiräume zur Erholung: Die OKJA bietet leistungsdruckfreie Zonen – unerlässlich für Entspannung und Stressabbau in einem fordernden Schul- und Ausbildungsumfeld.
Persönliche Entwicklung: Sie fördert aktiv Selbstwert und Selbstwirksamkeit, indem sie die individuellen Stärken und Ressourcen der Jugendlichen in den Fokus rückt.
Partizipation und Wertschätzung: Durch die Möglichkeit zur Mitbestimmung und Übernahme von Verantwortung erleben junge Menschen ihre eigene Wirksamkeit.
Tragfähige Beziehungen: Professionelle Jugendarbeiter*innen werden zu vertrauensvollen Ansprechpersonenausserhalb der Systeme von Familie und Schule.
Ihr klares Fazit: Die OKJA ist eine lohnende und notwendige Investition für jede Gemeinde, vorausgesetzt sie wird mit guten Rahmenbedingungen und hoher Professionalität ausgestattet.
Einblicke in die soziokulturelle Praxis
Wie diese Konzepte erfolgreich umgesetzt werden, zeigte Daniel Schäfer (Co-Abteilungsleiter Jugend, Familie, Freizeit, Sport Allschwil). Er gab spannende Einblicke in die vielfältige soziokulturelle Arbeit des Freizeithauses Allschwil, wobei er den partizipativen Prozess beim Erweiterungsbau als wesentlichen Schwerpunkt hervorhob. Der anschliessende Rundgang durch die Räumlichkeiten demonstrierte eindrücklich die Breite der Institution (Offene Arbeit, Bistro, Veranstaltungen, Kurse), die aktiv zur sinnstiftenden Freizeitgestaltung beiträgt.
Vernetzung und Austausch am Marktplatz
Der Apéro im Bistro bot eine rege genutzte Gelegenheit zur Vernetzung. Am interaktiven Marktplatz konnten sich die Gäste bei Expertinnen weiter informieren:
Julia Gerodetti (FHNW): Leitfaden zur Entwicklung kommunaler Kinder- und Jugendpolitik
Fabienne Guggisberg (Gesundheitsförderung Baselland): Angebote für Gemeinden
Das 10. Gemeindeforum hat eindrücklich gezeigt: Eine starke kommunale Kinder- und Jugendförderung ist keine “Nice-to-have”, sondern eine essenzielle Grundlage für das gesunde Aufwachsen unserer Kinder und Jugendlichen und damit eine Investition in die Zukunft der gesamten Gesellschaft.
Neues aus der Gesundheitsförderung Baselland: Top-Themen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit!
Ihr seid in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig und sucht stets nach relevanten Informationen, Impulsen und Unterstützung für eure wichtige Arbeit? Der aktuelle Newsletter der Gesundheitsförderung Baselland steckt voller spannender Themen, die euch direkt betreffen!
Wir haben die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst:
Fokus auf psychische Gesundheit: Von der Fachtagung Jugend “Junk & Joy” zum Umgang mit Konsum und Sucht bis hin zur neuen «Wie geht’s dir?»-Kampagne, die zum offenen Gespräch über mentale Gesundheit anregen soll – es gibt zahlreiche Ressourcen, um Jugendliche in diesem Bereich zu stärken. Auch eine Veranstaltungsreihe in der Kantonsbibliothek greift Themen wie „TikTok-Diagnose“ und „Das Potenzial der Langeweile“ auf, die für eure Zielgruppe höchst relevant sind.
Wichtige Präventionsthemen: Ob “360° Tabak” Workshops für 10- bis 25-Jährige, die Videos der VapeCheck-Kampagne oder die Aufklärung, dass “Alkohol? Weniger ist besser!” – der Newsletter bietet aktuelle Informationen und Materialien zur Suchtprävention.
Unterstützung für Young Carers: Wusstet ihr, dass über 2500 Kinder und Jugendliche in der Region Angehörige pflegen? Es gibt ein E‑Learning «Basiswissen Young Carers» und ein Get-together für betroffene junge Menschen, um ihnen den Austausch zu ermöglichen.
Praktische Ressourcen & Vernetzung: Bestellt die julex by feel-ok.ch-Broschüre mit den wichtigsten Adressen für Jugendliche in Baselland. Und für den direkten Austausch in der Branche: Merkt euch die Termine des KIT-Forum Jugendnetz Baselland vor!
Dies ist nur ein kleiner Auszug der vielfältigen Inhalte. Für alle Details und weiterführende Links empfehlen wir euch, den vollständigen Newsletter der Gesundheitsförderung Baselland anzusehen. Bleibt dran für die Gesundheit und das Wohl der Kinder und Jugendlichen in unserer Region!
Der Newsletter der Gesundheitsförderung Baselland gibt spannende Einblicke in deren Arbeit! Entdeckt, welche coolen Projekte und Angebote es gibt, die das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Kids und Jugendlichen hier im Baselland unterstützen und stärken. Da ist sicher auch was für euch dabei!
Tauchen Sie ein in die Themen der Gesundheitsförderung Baselland.
Die ersten kalten und nebligen Novembertage sich da. Die Tage werden kürzer und sind häufig mit vielen Terminen und Anlässen gefüllt. Bereits startet die Planung fürs 2025. Auch in der Gesundheitsförderung Baselland laufen viele Projekte und Anlässe.
Gestärkt kommen wir aus den schönen Sommerwochen und starten mit neuer Energie in die zweite Jahreshälfte. Diese ist gefüllt mit zahlreichen Veranstaltungen und Projekten. Der Newsletter der Gesundheitsförderung berichtet über die vielfältigen Anlässe und Projekte. Mehr dazu hier!
Der Frühling bringt gelb-leuchtende Bänkli ins Baselbiet! In den nächsten Wochen werden im Kanton Basel-Landschaft in 30 Gemeinden leuchtend gelbe Sitzbänke aufgestellt. Sie sind Teil der nationalen Kampagne «Wie geht’s dir?». Lesen Sie weiter unten über die Bänkli-Aktion sowie über weitere Anlässe und Themen der Gesundheitsförderung Baselland.
Das Kantonale Austauschtreffen Deutschschweiz KAD wird im Rahmen der nationalen Strategien für NCD und Sucht organisiert. Es findet am Dienstag, 28. März 2023 von 13.00 – 17.30 Uhr im Volkshaus Zürich statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Das diesjährige Thema ist:
«ÜBERGÄNGE BEGLEITEN UND MITGESTALTEN»
Gesundheitsförderung und Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Mit den KAD bietet die Trägerschaft – bestehend aus der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und ‑direktoren GDK, dem Bundesamt für Gesundheit BAG, Gesundheitsförderung Schweiz und dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG – einen Ort für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Akteure in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Sucht.
Das KAD 2023 richtet sich primär an Fachpersonen, die in den Bereichen Sucht, Prävention und Gesundheitsförderung tätig sind und insbesondere mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten: Mitarbeitende der kantonalen Dienste (Gesundheitsförderung und Prävention), Fachleute in Institutionen (Prävention, Risikominderung, Beratung) etc.
Die Tage werden kürzer und das Ende des Jahres naht. Es ist eine intensive Zeit mit vielen Veranstaltungen, spannenden Austauschrunden; geprägt vom gemeinsamen Arbeiten. Der Newsletter bietet Informationen zu unterschiedlichen Themen.
Der Newsletter der Gesundheitsförderung beinhaltet Informationen zu den aktuellen und vielfältigen Aktivitäten. In den aktuell herausfordernde Zeiten sind Flexibilität und Sponaneität gefragt, um auf schnell verändernde Situationen reagieren zu können. Nichtsdestotrotz ist in diesen Zeiten der Erhalt der Gesundheit ein wichtiges Thema.ist.
Synthetische Cannabinoide: Informationen für Konsumierende und SuchtfachleuteDas aktuell auf dem illegalen Markt in der Schweiz verkaufte Cannabis enthält regelmässig synthetische Cannabinoide, die zu einer tödlichen Überdosis führen können. Infodrog wie auch die Abteilung Sucht Basel-Stadt haben Faktenblätter für Konsumierende und für Suchtfachleute sowie ein Merkblatt synthetische Cannabinoide und ihre Risiken zusammengestellt.
Take care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärkenBei Kindern und Jugendlichen sind psychische Probleme oftmals schwer zu erkennen. Das frühe Erkennen von Entwicklungsschwierigkeiten ist aber zentral, um einem negativen Verlauf entgegenzuwirken. Bestellen Sie kostenlos Flyer um Jugendliche, Eltern und Fachpersonen für die psychische Gesundheit zu sensibilisieren. Mehr dazu…
Suizidalität im Jugendalter: Wie soll in der Schule präventiv gehandelt werden? Wie kann man das Thema «Suizid» im Unterricht aufgreifen? Solche Fragen greift diese Broschüre auf – praxisnah und handlungsorientiert. Mehr dazu…
Der Newsletter der Gesundheitsförderung zeigt auf, dass der Erhalt der Gesundheit speziell in diesen herausfordernden Zeiten ein wichtiges Thema ist.
Der neue Newsletter der Tabakprävention ist da! Viel Spass beim Entdecken und Lesen der verschiedenen Aktivitäten der Tabakprävention im Kanton Basel-Landschaft.
In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden Ressourcen gestärkt, Unterstützung bei der Lösung von Problemen geboten, gesundheitliche Themen aufgenommen und Raum für Entfaltung geboten. Themen der Gesundheitsförderung und Prävention sollen vermehrt und gezielt in die Arbeit der Kinder- und Jugendarbeitenden einfliessen können.
Für die Dauer eines Pilotjahres (Juli 2016-Juni 2017) wurden deshalb in einem Leistungsauftrag zwischen dem Verein OKJA-BL und der Gesundheitsförderung Baselland Vorgehensweisen und Strukturen festgelegt. Damit sollen Informationen zu aktuellen Themen und Bedürfnissen regelmässig zwischen der Gesundheitsförderung und dem Verein OKJA-BL ausgetauscht werden, die Sensibilisierung für die breite Palette der Präventionsthemen bei den Vereinsmitgliedern gestärkt, Präventionsprojekte koordiniert und Weiterbildungen für die Kinder- und Jugendarbeitenden zu diesen Themen ermöglicht werden. Zeigt die Evaluation, dass diese Zusammenarbeit zielführend ist, soll einer Leistungsvereinbarung die Themen der Gesundheitsförderung und Prävention in der OKJA-BL fest verankern.