Rückblick: Gemeindeforum Kind & Jugend 2026 – Junge Ideen für starke Gemeinden

Am Don­ner­stag, 24. Sep­tem­ber 2026, fand im Jugendzen­trum Liestal das 11. Gemein­de­fo­rum Kind & Jugend statt. Rund 50 Vertre­tun­gen aus Poli­tik, Gemein­de­v­er­wal­tun­gen und der Fach­prax­is fol­gten der Ein­ladung des Vere­ins OKJA-BL und des Amts für Kind, Jugend und Behin­der­te­nange­bote des Kan­tons Basel-Land­schaft (AKJB). Unter dem Mot­to «Junge Ideen in den Gemein­den – Warum sich Par­tizipa­tion für die Zukun­ft lohnt» stand der prax­is­na­he Aus­tausch über gelun­gene Jugend­mitwirkung auf kom­mu­naler Ebene im Zentrum.

Impulse und vielfältige Ein­blicke aus der Praxis

Nach der Begrüs­sung durch Thomas Gschwind (Geschäft­sleit­er OKJA-BL) eröffnete Nico Scholer (Geschäft­sleit­er Kinder­büro Basel) den Abend mit einem Fach­in­put zu den method­is­chen Grund­la­gen wirk­samer Par­tizipa­tion. Wie unter­schiedlich und konkret Mitwirkung vor Ort ausse­hen kann, zeigten anschliessend acht ein­drück­liche Kurz­in­puts aus Gemein­den der Region (u. a. aus Ther­wil, Liestal, Aesch, Arlesheim, Reinach, Bin­nin­gen und Dor­nach). Ein beson­deres High­light war der Auftritt dreier Jugendlich­er aus Bin­nin­gen, die ihr Pro­jekt «Chill­darel­la» selb­st­be­wusst und authen­tisch direkt auf der Bühne vorstellten.

Die Prax­is­beispiele macht­en eines klar: Es geht nicht darum, Pro­jek­te starr zu kopieren, son­dern die Bre­ite an Möglichkeit­en aufzubauen. Neben grossen Vorhaben ist vor allem die nieder­schwellige All­t­agspar­tizipa­tion entschei­dend. Echte Mitwirkung braucht meist keine riesi­gen Bud­gets, son­dern Ver­trauen, Gestal­tungsräume und eine trans­par­ente Kom­mu­nika­tion – ger­ade auch dann, wenn Anliegen aus rechtlichen oder finanziellen Grün­den nicht wie gewün­scht umge­set­zt wer­den können.

Podi­um & Ver­net­zung beim Apéro

In der anschliessenden Podi­ums­diskus­sion, die von Mirko Müller (Kinder- und Jugend­beauf­tragter Ther­wil) mod­eriert wurde, ver­tieften die Pro­jek­t­beteiligten (Jugendliche und Erwach­sene) zen­trale Zukunftsfragen:

  • Wie schaf­fen Gemein­den ver­lässliche, bürokratiearme Anlauf­stellen für Jugendliche?
  • Was braucht es, damit junge Men­schen nicht nur ange­hört, son­dern echt gehört und ernst genom­men werden?
  • Wie kön­nen Ver­wal­tun­gen auch ohne gross­es Bud­get als «Ermöglich­er» unter­stützen (z. B. bei Bewil­li­gun­gen oder Raumnutzungen)?

Anschliessend leit­ete Anna Bern­hard (Amt für Kind, Jugend und Behin­der­te­nange­bote BL) zum Mark­t­platz und dem Ver­net­zungs-Apéro über. Beim ungezwun­genen Aus­tausch bot sich reich­lich Gele­gen­heit, Kon­tak­te zu knüpfen und Ange­bote wie das neue Pilot­pro­jekt «Boost­er KJP», UNICEF Schweiz, das Kinder­büro Basel sowie Unter­la­gen des DOJ kennenzulernen.

Ein her­zlich­es Dankeschön an alle Referieren­den, Mitwirk­enden und Teil­nehmenden für den engagierten Dia­log und den inspiri­eren­den Abend! Vie­len Dank auch an das Jugendzen­trum in Liestal.